News Medizinrecht

News zum Arzthaftungs- und Verkehrsrecht

Wer nach einem Verkehrsunfall oder von einem Arzt/ Krankenhaus schwer verletzt worden ist, braucht einen hochspezialisierten Rechtsanwalt. Deshalb ist es sinnvoll, einen erfahrenen und bundesweit tätigen Rechtsanwalt zu beauftragen. Wir dürfen vor allen Gerichten Deutschlands Prozesse führen. Deshalb und aufgrund der modernen Kommunikationstechnik spielt Entfernung keine Rolle mehr.

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„Unsere News zum Personenschadensrecht sollen Ihnen einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen unseres Spezialgebiets geben. Dabei kommentieren wir vor allem die aktuelle Rechtsprechung in einer Weise, dass Sie sich eine Meinung von den Zusammenhängen und der Bedeutung der besprochenen Gerichtsurteile bilden können.„
Rechtsanwalt Dr. Lovis Wambach, Fachanwalt für Medizinrecht

Besprechung des Buchs „Vorsicht, Arzt! – Wie unser Gesundheitssystem uns krank und andere reich macht“ von Anette Dowideit, Plassen Verlag, 224 Seiten, 19,99 Euro

Buchbesprechung "Vorsicht, Arzt!"
Plassen Verlag, 224 Seiten, 19,99 Euro

Ich habe hier noch nie ein Buch besprochen. Das ist also eine Ausnahme. Ich finde sie berechtigt. Als Kanzlei für Arzthaftungsrecht, Schmerzensgeld und Personenschäden beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit „Ärztepfusch“, Schmerzensgeld und Personenschäden. Damit beschäftigt sich die Autorin auch, stellt einige Fälle von Fehlbehandlungen vor „Behandlungsfehler am laufenden Band“, wie sie sagt. Dem können wir als Fachanwälte nichts hinzufügen. Die Fälle, die dort beschrieben sind, könnten auch Fälle aus unserer Kanzlei sein. Besonders Interessant ist die Lektüre des Buches für mich, weil es sich mit dem Gesundheitssystem insgesamt beschäftigt. Hier ist natürlich noch viel mehr faul, als die hohe Zahl der Behandlungsfehler, der Hygieneverstöße und der Todesfälle. Vorgeführt werden die Selbstzahlerleistungen (IGeL), Korruption durch Ärzte und Apotheker, das Problem der Pharmaindustrie, die Gefahren durch Keime in Krankenhäusern, die ungleichen Chancen verschiedener Arztgruppen (etwa die schlechte Lage der Kinderärzte). Insgesamt gibt es so viel zu monieren, dass die Autorin das gesamte Gesundheitssystem in Frage stellt. Das ist eine gute Frage, auf die es keine gesicherte und auch keine erfolgversprechende Antwort gibt. Eines ist aber nach der Lektüre dieses Buches (und auch eigner Erfahrungen) klar: Wenn der Trend weiter anhält, Patienten vornehmlich als Einnahmequelle zu betrachten, wird es noch viel weiter bergab gehen. Wer das anzweifelt, sollte das Buch lesen; wer dem zustimmt sollte das Buch auch lesen, er wird bestimmt etwas finden, das er bisher nicht zu ahnen wagte.

Lovis Wambach (12.04.2017)