News Medizinrecht

News zum Arzthaftungs- und Verkehrsrecht

Wer nach einem Verkehrsunfall oder von einem Arzt/ Krankenhaus schwer verletzt worden ist, braucht einen hochspezialisierten Rechtsanwalt. Deshalb ist es sinnvoll, einen erfahrenen und bundesweit tätigen Rechtsanwalt zu beauftragen. Wir dürfen vor allen Gerichten Deutschlands Prozesse führen. Deshalb und aufgrund der modernen Kommunikationstechnik spielt Entfernung keine Rolle mehr.

News 

„Unsere News zum Personenschadensrecht sollen Ihnen einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen unseres Spezialgebiets geben. Dabei kommentieren wir vor allem die aktuelle Rechtsprechung in einer Weise, dass Sie sich eine Meinung von den Zusammenhängen und der Bedeutung der besprochenen Gerichtsurteile bilden können.„
Rechtsanwalt Dr. Lovis Wambach, Fachanwalt für Medizinrecht

Wenn ein durch einen Behandlungsfehler oder Verkehrsunfall Geschädigter aus dem Leben und/oder aus dem Beruf geworfen wird, ist ihm der Schädiger zum Ersatz des Verdienstausfalls verpflichtet und hat ein angemessenes Schmerzensgeld zu leisten. Unklarheiten gehen zu Lasten des Schädigers. Es genügt eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für die Prognose hinsichtlich des Berufswegs und des Schadens.

Das Opfer eines Verkehrsunfalls erlitt schwerste Schädigungen. Der Geschädigte ist zunächst zum Rollstuhlfahrer geworden, danach konnte er sich nur noch mühsam fortbewegen. Das Verkehrsunfallopfer hatte ein forstwirtschaftliches Diplom abgelegt. Das Referendariat konnte er deshalb nur verzögert antreten. Er machte in seiner Klage die Differenz zu einem früheren Dienstantritt geltend. Das Gericht hatte im vorliegenden Fall nach unserer Ansicht zu viele Zweifel an den Schadensposten des Klägers, stellte aber grundlegend fest: Für die Frage, wie die berufliche Entwicklung eines Geschädigten ohne das Schadensereignis verlaufen wäre, bedarf es gem. § 252 BGB einer Prognose entsprechend dem gewöhnlichen Lauf der Dinge, insbesondere auf der Grundlage dessen, was zur Ausbildung und bisherigen beruflichen Situation des Betroffenen festgestellt werden kann. Es genügt eine überwiegende Wahrscheinlichkeit zur Annahme, dass der Geschädigte ohne das schädigende Ereignis den behaupteten Berufsweg eingeschlagen hätte.

„An die Prognose der Erwerbsschadens sind nur gemäßigte Anforderungen zu stellen. Ansonsten würde der Schädiger gegenüber dem Opfer übervorteilt“, sagen die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Medizinrecht und Verkehrssrecht, Dr. Wambach und Walter.

Das Urteil können Sie hier als PDF (300 KB) herunterladen:
OLG Köln, Urt. vom 9. 8. 2013 – 19 U 137/09