Anwälte für vermehrte Bedürfnisse

Fachanwälte für Arzthaftungs- und Verkehrsrecht

ergänzen sich im Bereich des Schadensersatzes und Schmerzensgeldes bei Personenschäden optimal. Wir arbeiten mit qualifizierten medizinischen oder unfallanalytischen Sachverständigenbüros zusammen. Um maximalen Schadensersatz zu erhalten, müssen Sie in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht bestmöglich vertreten sein.

Vermehrte Bedürfnisse

Die Erstattungsfähigkeit der vermehrten Bedürfnisse ergibt sich aus dem Gesetz selbst, § 843 Absatz 1 BGB; mehr kann man dem Gesetz allerdings nicht entnehmen.

Vermehrte Bedürfnisse sind alle unfallbedingten Mehrkosten, mit denen die dauerhaften Nachteile der erlittenen Verletzung ausgeglichen werden. Es geht vornehmlich um regelmäßige Leistungen wie die Aufwendungen für eine Haushaltshilfe, aber auch um einmalige erhöhte Aufwendung für den behindertengerechten Umbau eines Hauses oder Autos.

Um für Sie als Laien und dauerhaft geschädigtes Opfer herauszufinden was genau vermehrte Bedürfnisse sind, eignet sich die Testfrage, was Ihnen an Mehrkosten durch die unfallbedingt veränderte Lebenssituation entstanden sind. Nur die Mehrkosten zählen. Alles andere sind Ausgaben, die auch ein Gesunder für sich ausgibt (sogenannte „Sowieso-Kosten“).

„Die vermehrten Bedürfnisse fallen leicht unter den Tisch, wenn der Anwalt sie nicht geltend macht. Freiwillig zahlen Versicherer diese zusätzlichen Posten nicht. Ganz wichtig ist, dass Sie alle Quittungen und Belege sorgfältig sammeln, damit Ihr Anwalt die Schadensposten mit Erfolg geltend machen kann.“
Rechtsanwalt Rouven Walter, Fachanwalt für Verkehrsrecht
Grundsätzlich kann nur der Ersatz der tatsächlich entstandenen Kosten verlangt werden. Eine Ausnahme stellen durch Dritte unentgeltlich erbrachte Leistungen dar.

Beispielhaft können hier folgende Mehrbedarfsschäden genannt werden:

  • Kosten behindertengerechter Einrichtungen im Haushalt und zur Erhaltung der Mobilität (Rollstuhl, Umbaukosten, Kfz etc).
  • Kosten für orthopädische und andere Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel
  • Kosten für Begleitpersonen
  • Blindenhund
  • Gehhilfen
  • Haushaltshilfen
  • Umbaukosten zur behindertengerechten Wohnung
  • Kosten für spezielle Diäten
  • Betreuungsaufwand
  • Kosten für Fitnesscenter, Yoga, Schwimmbad etc.
  • Kosten für die berufliche Rehabilitation
  • Besuchskosten
  • Kosten für Privatunterricht
  • Spezielle Heilbehandlungskosten (Physiotherapie)
  • Kosten für Treppenlift
  • Umzugskosten

Sofern Dritte, beispielsweise Sozialversicherungsträger (Krankenkasse, etc) Kosten übernehmen, geht der entsprechende Anspruch gegen die Schädiger auf diese über, das heißt: Sie können diese Kosten dann nicht mehr geltend machen. Andernfalls würden Sie mehrfach Schadensersatz erhalten, was gegen den Grundsatz verstößt, dass Sie durch den Schadensfall nicht finanziell besser gestellt werden sollen als ohne.