Anwälte für erwerbsschaden in Bremen

Fachanwälte für Arzthaftungs- und Verkehrsrecht

ergänzen sich im Bereich des Schadensersatzes und Schmerzensgeldes bei Personenschäden optimal. Wir arbeiten mit qualifizierten medizinischen oder unfallanalytischen Sachverständigenbüros zusammen. Um maximalen Schadensersatz zu erhalten, müssen Sie in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht bestmöglich vertreten sein.

Erwerbsschaden - Zukunftsprognose

Wenn Kinder oder Babys geschädigt sind, wird es noch komplizierter.
Mangels aktueller Erwerbstätigkeit erleiden Kinder keinen Verdienstausfallschaden. Sie sind jedoch unter Umständen um ihre Zukunftschancen gebracht worden. Ihr Erwerbsschaden ist also ein Fortkommensschaden, der sehr schwer zu schätzen ist. Diese Schwierigkeiten verhalten sich umgekehrt proportional zum Alter des Verletzten; je jünger das Opfer, desto unsicherer muss die Schadensschätzung sein.
Diese Schwierigkeiten einer zuverlässigen Prognose dürfen dem verletzten Kind nicht angelastet werden, sondern der Verdienstausfallschaden ist so gut es geht anhand der bereits vorhandenen Ansätze für eine bestimmte schulische und berufliche Entwicklung sowie mit Rücksicht auf Durchschnittswerte zu schätzen. Parameter sind schulischen Leistungen, sonstige Begabungen und Fähigkeiten des Kindes. Wenn man aus diesen nichts folgern kann, muss auf die schulische und berufliche Entwicklung von Geschwistern, auf die berufliche Tätigkeit der Eltern und in letzter Linie auf das Durchschnittseinkommen von Kindern einer Familie aus vergleichbarem gesellschaftlichem Umfeld zurückgegriffen werden. Lässt sich anhand der Umstände weder auf eine besonders glänzende noch auf eine besonders enttäuschende berufliche Laufbahn schließen, ist von einer durchschnittlich erfolgreichen Karriere mittlerer Art und Güte auszugehen.

Trifft das Schadensereignis ein jüngeres Kind oder ein Baby, über dessen berufliche Zukunft auf Grund des eigenen Entwicklungsstands zum Schadenszeitpunkt noch keine „zuverlässige“ Aussage möglich ist, darf es dem Geschädigten nicht zum Nachteil gereichen, dass die Beurteilung des hypothetischen Verlaufs mit nicht zu beseitigenden erheblichen Unsicherheiten behaftet ist. Denn es liegt in der Verantwortlichkeit der Schädiger, dass die Geschädigten in einem sehr frühen Zeitpunkt ihrer Entwicklung aus der Bahn geworfen wurden und dass sich daraus die besondere Schwierigkeit ergibt, eine Prognose über deren Verlauf anzustellen. Die Unsicherheit möglicher Prognosen befreit ein Gericht nicht davon, sie treffen zu müssen. Die Feststellung, welche geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Geschädigten der Prognose zu Grunde gelegt werden können, wird in der Regel nicht ohne sachverständigen Rat (Sachverständigengutachten) entschieden werden können. Wenn man es hier nicht schafft, sich außergerichtlich zu einigen, kann ein Gerichtsverfahren kostspielig und langwierig werden. Meist werden schon ein oder mehrere Sachverständige benötigt, um einen Behandlungsfehler festzustellen; dann muss zusätzlich Beweis erhoben werden über die entgangenen beruflichen Zukunftschancen.